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WIR ÜBER UNS

GESCHICHTEN, DIE DAS LEBEN SCHREIBT

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Geschichten über Orte und Menschen, die in Beziehung stehen. Geschichten über Verantwortung, Anpassung und der Herausforderung stets Bewährtes gegenwärtig zu machen. Neu zu formulieren. Zu entfalten. Familie. Hingabe. Lebensaufgabe. Harte Arbeit. Verbundenheit. Eigenwilligkeit. Nähe zur Natur. Herzensangelegenheit.

Immer wieder auch ein: „Es geht weiter“

Alte Postkarte der Kapfhütte

ALLER ANFANG

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Um die Jahrhundertwende errichtet der Bad Dürrheimer Hotelier Müller den ursprünglichen Bau des Parkhotel Kreuz in Bad Dürrheim. Mit dem Pferdegespann transportiert er für seine Gäste Kuchen & Kaffee durch den Kapfwald bis zum Café „Kapfhütte“. Den Gästen des Kurortes will man Abwechslung bieten und mit einem Ausflug den Kuralltag verschönern.

1906 wird das Waldcafé in den Grundsteuerakten das erste Mal erwähnt. Schwere Zeiten bahnen sich an. Der erste Weltkrieg sorgt für viel Leid und Not. Unstet auch die Jahre für das Waldcafé. Bis 1928 werden sechs Eigentümer gezählt.

ZEIT FÜR EIN ZUHAUSE

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1928 erwerben Anton und Amalie Fischer den Gastbetrieb und den angebauten bescheidenen Stall. Sohn eines Wagners vom Bodensee und die Tochter eines tüchtigen Viehhändlers von Hausen vor Wald erschaffen hier am Waldcafé ihr neues Zuhause. Anton Fischer, ein gelernter Wagner, erweitert den Wohnteil des gastronomischen Anbaus.

Das Bier für die Gäste muss mit dem Kuhgespann von Hochemmingen über einen Feldweg abgeholt werden. Kühe, Schweine und Hühner, welche des Öfteren auch der Fuchs holt, sichern den Lebensunterhalt. Vom Gastbetrieb selbst kann die Familie nicht leben. Genügsam. Arbeitssam. Die Alleinlage oftmals auch mühevoll.

In den 30er Jahren wurde ein Landvermessungsturm erbaut. In der Nähe der früheren Aussichtsplatte. Bad Dürrheim bestand damals auf die Finanzierung von Treppenstufen. So konnte der Turm als Aussichtsturm genutzt werden.

Landvermessungsturm
Schafe hüten

1940 – 1945

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Die Zeiten sind ungestüm. Weltwirtschaftskrise. Inflation. Das totalitäre Regime. Einmal mehr gerät die Welt aus den Fugen. Krieg liegt in der Luft. Der Vater, Anton, hat den 1. Weltkrieg als junger Mann erlebt und überstanden. Wissend. Die Verantwortung für die Familie, die drei Kinder, das vierte unterwegs. Als wäre das nicht schon schwer genug. 1940 stirbt der Vater ganz plötzlich an einer Blutvergiftung. Seine Frau Amalie, die Kinder. Nur das Notwendigste kann bewerkstelligt werden. Die Existenz. Der Erhalt von Hab und Gut, das Vieh. Nichts scheint mehr sicher. Die Zeiten sind hart. Der älteste Sohn Hubert sen., zum Glück um ein Jahr zu jung, wird nicht mehr eingezogen. Mit der Mutter gemeinsam werden Landwirtschaft und Lebensunterhalt bestritten.

Die Verantwortung ist groß – in so jungen Jahren. 1945 in den letzten Kriegstagen. Die Wehrmacht befindet sich auf dem Rückzug in Richtung Südosten. Die Französische Arme vermutet deutsche Soldaten hier am Waldrand. Manche Nacht wird auf dem Feld verbracht. Die französische Flak schießt. Trifft das Eck vom Wohnhaus. Die Familie im Keller. Alle bleiben unverletzt. Mit dem Ende des Krieges wird die Lebenssituation nur langsam besser.

Der erste Schlepper

DER ERSTE SCHLEPPER

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Die Mechanisierung beginnt Ende der 50er.

Plünderungen. Hunger überall. Die Not ist vielerorts einfach zu groß. Die Mutter Amalie wird weiterhin tatkräftig unterstützt. Die vier Kinder packen fleißig mit an.

Die 50er und 60er Jahre geben langsam Hoffnung. Die Gäste kehren zurück. Bad Dürrheim knüpft an bewährte Traditionen an. Es wird wieder gekurt. In den Zeiten des Wirtschaftswunders gönnt man sich wieder etwas. Ausflüge, Spaziergänge, das Reisen, werden mehr und mehr zur Normalität. Der älteste Sohn, Hubert sen. setzt all sein Erlerntes mit Hingabe ein und tritt mit großen Schritten und großem technischen Verständnis sein Erbe an.

Ein Mehrgenerationenhaus. Großfamilie. Mitarbeiter. Auf engem Raum bildet man eine Lebensgemeinschaft. So ist man es gewohnt. Von je her.

DIE LEBENSAUFGABE

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1964 übernehmen Hubert Fischer sen. mit seiner Ehefrau Maria den landwirtschaftlichen und gastronomischen Betrieb. Damals kann der Gastbetrieb 170 Sitzplätze vorweisen. Die Familie wächst. 1966 bis 1972 kommen vier Kinder zur Welt.

Die 60er Jahre bedeuten Aufschwung. Ein Bad Dürrheimer Hotelier lässt einen Skilift an die Halde bauen. Sogar eine kleine Schneekanone wird angeschafft. Die Kurgäste sollen auch im Winter im Kurort Erholung finden. Der „Waldcafebuckel“ wird zum lokalen Treffpunkt für Rodler & Wintersportbegeisterte. Zum Aufwärmen geht man ins Waldcafé.

Lebensaufgabe
70er Waldcafe

DIE 70ER JAHRE

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Hubert Fischer sen. erkrankt schwer. Die Mutter mit den drei kleinen Kindern, das Vierte unterwegs. Der Zusammenhalt der Familie, die hingebungsvolle Unterstützung seiner Frau Maria, und Hilfe aus dem Ort. Zwischen Hoffen und Bangen. Genesung. Man wendet sich hoffnungsvoll der Zukunft zu.

1974/75 werden die Gasträume, Terrasse, Lagerräume und die Küche erweitert. Man wächst mit den Aufgaben. Auch die heranwachsenden Kinder sind eingebunden. Nicht immer einfach aber ein gutes Rüstzeug für die Zukunft. Die Erwartungen der Eltern an die Kinder werden erfüllt.

1986 – 1995

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1986 der Sohn des Hauses, Hubert jun. absolviert im damaligen Kurheim Sanatorium in Bad Dürrheim die Ausbildung zum Koch. Die Teilnahme an den internationalen Kochmeisterschaften in Frankfurt 1988 mit den deutschen Junioren und der „erkochten“ Goldmedaille des Teams zeichnet die Fähigkeiten des Juniors frühzeitig aus. Das stetige Mitwirken im elterlichen Betrieb, sowohl auf der Landwirtschaft also auch im gastronomischen Betrieb sowie als tüchtige Kraft bei der monatlichen Schlachtung in der hauseigenen Metzgerküche, sorgen für einen reichhaltigen Erfahrungsschatz schon in frühen Jahren. Während mehrerer Wintersaisons in namhaften Schweizer Hotels in Arosa stehen die Zeichen auf Feinschliff im Koch- Handwerk.

Hubert Fischer erhält den Meisterbrief zum Küchenmeister 1995 in Altötting.

1995 die Eltern werden tatkräftig unterstützt von den vier erwachsenen Kindern. Das Herz des Juniors schlägt von klein auf besonders für die Themen der Landwirtschaft und Technik. Eigenverantwortlich. Schon früh für zentrale Bereiche der Landwirtschaft. Das technische Erbe sucht nach Erfüllung. Mit großem Interesse werden die Entwicklung und Verbesserung der ackerbaulichen Tätigkeiten des Familienbetriebes forciert.

FAMILIENGLÜCK

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1996 kündigt sich mit der Hochzeit und der Geburt des ersten Kindes die vierte Generation an. Zeitgleich der Spatenstich für den Bau der landwirtschaftlichen Maschinenhalle.

1998 Hubert jun. übernimmt, unterstützt von seiner Frau Christina die Leitung des elterlichen Betriebes. Gastronomie und Landwirtschaft. Hineinfinden in ein großes Aufgabenfeld. Traditionelles Verständnis. Die ureigene Bodenständigkeit bietet Halt. Das Familienglück mit drei gesunden Kindern gibt Kraft. Fühlbare Bereicherung neben so manchen turbulenten, alltäglichen Gegebenheiten.

Familienglück

2000 – 2012

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Im Jahr 2000 zieht die Senioren Familie nach Hochemmingen. Viele Jahre stehen Sie täglich mit Rat und Tat, mit Herz und Verstand und ganzer Kraft wohlwollend zur Seite.

2009 Entwicklung und Neuorientierung. Weitere Veränderungen kündigen sich an! Modernisierung. Anbau eines Heizhauses. Umrüstung der Betriebe auf Hackschnitzelheizung. Erste Photovoltaikmodule schmücken das Dach. Weichenstellung zu mehr Nachhaltigkeit. Auch privat reifen Gedanken des Wandels. Das Spannungsfeld Familienleben und Arbeitsumfeld. Bedürfnisse nach mehr Privatsphäre. Verständlich.

Plötzlich. Im November 2010 verstirbt die Seniorchefin Maria Fischer, „der gute Geist des Hauses“ nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 77 Jahren. Großvater Hubert sen. begleitet weiter die Geschicke hier am Standort. Lebensaufgabe eben.

2011/2012 vollzieht er sich – ein langsam fühlbarer Wandel. Das neue Wohnhaus entsteht. Entfaltung wird möglich. Weitere Projekte stehen bereits auf der Agenda. Standortsicherung heißt die Lösung. Weitere Schritte zur Nachhaltigkeit. Im Juni 2013 investiert man in eine neue Photovoltaikanlage auf dem Dach des Ökonomiegebäudes. Alle Arbeiten sind Ende Juni beendet.

Der Brand
Verbrannter Traktor

DIE ZÄSUR

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Anfang August 2013 brennt das gesamte Ökonomiegebäude bei einem Großbrand nieder. Nahezu der gesamte landwirtschaftliche Fuhrpark. Bereits eingebrachte Ernte. Die Photovoltaikanlage, erst einen Monat am Netz. Die Werkstatt. Das Stallgebäude. Aus drei Generationen Erschaffenes, Bewahrtes, Gepflegtes geht in Flammen auf! Tröstend. Die Rettung der Tiere. Geprüft werden Herz & Verstand.

Der Schock sitzt tief. Kräfte werden aufgebraucht. Schlaflos die Nächte. Geprüft werden Herz und Verstand. Die Großfamilien, Freunde als Stabilisator. Fast drei Jahre wirft der Brand seine Schatten über die Familie und den Standort! Die Folgen des Brandes, sie nehmen viel Zeit und Kraft in Anspruch. Was soll werden? Was soll bleiben? Ist ein Neustart überhaupt denkbar?

Standortanalyse. Das Herz schlägt weiter für die Landwirtschaft. Wir entscheiden: Wiederaufbau!

GRABEN & BAUEN

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Im Frühjahr 2016 beginnt er. Der Wiederaufbau des Ökonomiegebäudes. Zeitgleich muss eine Wasserbevorratung am Standort VORM HOLZ etabliert werden. Eine LÖSCHTEICHANLAGE entsteht.

Mit viel Kraft und Ausdauer nimmt das neue landwirtschaftliche Gebäude Gestalt an. Zurück bleibt noch eine Lücke: Einst hatten hier Kühe, Kälber und Schweine ihr Zuhause. Zeit und Raum. Die Pläne werden längst geschmiedet. Die Visionen werden belastbarer. Noch ist da Respekt vor der eigenen Courage.

Landwirtschaftsgebäude
Das Holzhaus

MUT ZUR LÜCKE

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Standortentwicklung war das Zauberwort. Ferienapartments im Holzhaus. Natürlich. Ökologisch. Nachhaltig. Das war die Idee.

Zunächst steht die Sanierung des alten Wohntraktes an. Mitte 2018 bekommt das alte Wohngebäude mit der Sanierung der Fassade und des Dachgeschosses die notwendige energetische Erneuerung. Sanierung und der Beginn des Neubaus fast zeitgleich. Eine ehrgeizige Aufgabenstellung.

2019  wird Auszeit nötig. Der Hausherr bekommt eine Pause. Das Familiengeflecht springt ein. Das Netz, es hält.

VORM HOLZ

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Alle Baumaßnahmen laufen weiter. Langjährige Bau Partner unterstützen gemeinsam mit der Großfamilie nachhaltig. Das Team im Waldcafé wächst, auch dank Unterstützung der drei Kinder und Ehefrau Christina, über sich hinaus.

Die Arbeiten der Landwirtschaft, durch tragfähige Freundschaft garantiert, laufen weiter. Gut gecoacht der Sohn und die Neffen, schon in jungen Jahren mit landwirtschaftlichen Arbeiten vertraut gemacht, bringen mit viel Bereitschaft die Ernte ein. Bestellen den Boden für die herbstliche Aussaat. Bewährungsprobe für alle Beteiligten. Ende des Jahres nimmt der Hausherr die Geschicke wieder in die Hand.

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Logo Vorm Holz Bad Dürrheim - mit WaldCafe, EchtZeit Ferien-Apartments und dem KapfHof

ECHT ZEIT

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Acht Ferienapartments, verteilt auf drei Stockwerke, bieten nun Feriengästen ein Zuhause auf Zeit. Unser Holzhaus. ECHT ZEIT haben wir es getauft. Die Lücke ist geschlossen. Ökologisch und nachhaltig erbaut.

Auch die Konzeption des Unternehmens präsentiert sich in neuem Gewand. Weiterhin familiengeführt. Fertiggestellt pünktlich zum Lock Down 2020! Es bleibt spannend!

Mehr denn je werden wir herausgefordert den Anforderungen im Heute mit Mut und Anpassungsfähigkeit zu begegnen.