Chronik – Teil 2

Geschichten, die das Leben schreibt

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Zeit für ein Zuhause

1928

Im Jahre 1928 erwerben Anton und Amalie Fischer den Gastbetrieb und den angebauten bescheidenen Stall. Sohn eines Wagners vom Bodensee und die Tochter eines tüchtigen Viehhändlers von Hausen vor Wald erschaffen hier am Waldcafé ihr neues Zuhause. Anton Fischer, ein gelernter Wagner, erweitert den Wohnteil des gastronomischen Anbaus.

Waldcafé
Inventurliste von 1928

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Das Bier für die Gäste muss mit dem Kuhgespann von Hochemmingen über einen Feldweg abgeholt werden.

Das Bier für die Gäste muss mit dem Kuhgespann von Hochemmingen über einen Feldweg abgeholt werden.

Kühe, Schweine und Hühner, welche des Öfteren auch der Fuchs holt, sichern den Lebensunterhalt. Vom Gastbetrieb selbst kann die Familie nicht leben.

Genügsam. Arbeitsam.
Die Alleinlage oftmals auch mühevoll.

Das Bier für die Gäste muss mit dem Kuhgespann von Hochemmingen über einen Feldweg abgeholt werden.
Das Bier für die Gäste muss mit dem Kuhgespann von Hochemmingen über einen Feldweg abgeholt werden.

Bau eines Landvermessungsturms

in den 30er Jahren. In der Nähe der früheren Aussichtsplatte wurde er errichtet.

Bad Dürrheim bestand damals auf die Finanzierung von Treppenstufen. So konnte der Turm als Aussichtsturm genutzt werden.

Die Zeiten sind ungestüm. Weltwirtschaftskrise. Inflation. Das totalitäre Regime. Einmal mehr gerät die Welt aus den Fugen. Krieg liegt in der Luft. Der Vater, Anton, hat den 1. Weltkrieg als junger Mann erlebt und überstanden. Wissend. Die Verantwortung für die Familie, die drei Kinder, das vierte unterwegs. Als wäre das nicht schon schwer genug. 1940 stirbt der Vater ganz plötzlich an einer Blutvergiftung. Seine Frau Amalie, die Kinder nur das Notwendigste kann bewerkstelligt werden. Die Existenz. Der Erhalt von Hab und Gut, das Vieh. Nichts scheint mehr sicher. Die Zeiten sind hart. Der älteste Sohn Hubert sen., zum Glück um ein Jahr zu jung, wird nicht mehr eingezogen. Mit der Mutter gemeinsam werden Landwirtschaft und Lebensunterhalt bestritten.

1940

1945

Die Verantwortung ist groß – in so jungen Jahren. 1945 in den letzten Kriegstagen. Die Wehrmacht befindet sich auf dem Rückzug in Richtung Südosten. Die Französische Arme vermutet deutsche Soldaten hier am Waldrand. Manche Nacht wird auf dem Feld verbracht. Die französische Flak schießt. Trifft das Eck vom Wohnhaus. Die Familie im Keller. Alle bleiben unverletzt. Mit dem Ende des Krieges wird die Lebenssituation nur langsam besser.

Der erste Schlepper

Die Mechanisierung beginnt Ende der 50er.
Das Bier für die Gäste muss mit dem Kuhgespann von Hochemmingen über einen Feldweg abgeholt werden.

Plünderungen. Hunger überall. Die Not ist vielerorts einfach zu groß. Die Mutter Amalie wird weiterhin tatkräftig unterstützt. Die vier Kinder packen fleißig mit an.

Die 50er und 60er Jahre geben langsam Hoffnung. Die Gäste kehren zurück. Bad Dürrheim knüpft an bewährte Traditionen an. Es wird wieder gekurt. In den Zeiten des Wirtschaftswunders gönnt man sich wieder etwas. Ausflüge, Spaziergänge, das Reisen, werden mehr und mehr zur Normalität. Der älteste Sohn, Hubert sen. setzt all sein Erlerntes mit Hingabe ein und tritt mit großen Schritten und großem technischen Verständnis sein Erbe an.

50er

60er

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